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Hat Helene Hegemann geklaut?
Sie wird auch die Nachfolgerin von Charlotte Roche genannt: Helene Hegemann. Die erst 17 Jahre alte Autorin hat mit ihrem Romandebüt „Axolotl Roadkill“ einen Bestseller gelandet. Nun aber heißt es, sie habe abgeschrieben...
Helene Hegemann habe sich an den geistigen Ergüssen eines Berliner Blogger gütlich getan. Das jedenfalls behauptet Deef Pirmasens, der unter www.gefuehlskonserve.de ebenfalls ein Blog betreibt. Die Jungautorin habe ganze Passagen ihres Buches aus dem im vorigen Jahr veröffentlichten Roman „Strobo – Technoprosa aus dem Berghain“ übernommen. Autor ist der bloggende Airen. Zum Beispiel heißt es darin auf Seite 106: „Ich habe ein Grad Fieber sowie ein knappes Promill Alkohol im überhitzten Blut.“ In „Axolotl Roadkill“ liest sich das auf Seite 23 folgendermaßen: „Ich habe Fieber, Koordinationsschwierigkeiten, ein Promille im überhitzten Blut...“
Die Beschuldigte selbst hat sich bereits geäußert, wie in einer von ihrem Verlagshaus lancierten Stellungnahme in Erfahrung gebracht werden kann. So sei sie „total gedankenlos und egoistisch“ gewesen, weil sie nicht alle Menschen erwähnt habe, deren Texte und Gedanken sie zu Hilfe genommen habe. Dennoch verteidigt sie ihre Vorgehensweise. „Das, was wir machen, ist eine Summierung aus den Dingen, die wir erleben, lesen, mitkriegen und träumen“, so Hegemann. „Originalität gibt's sowieso nicht, nur Echtheit.“
Deef Pirmasens ist nicht böse auf Helene Hegemann, sondern auf ihren Verlag. „Helene Hegemann ist 17, hat ihren ersten Roman geschrieben (der mir auch gefällt) und dabei geschludert. Ich verlange
von einem Teenager keine totale Professionalität, sondern gestehe ihr auch zu, Fehler zu machen. Kritischer sehe ich den Ullstein Verlag, der es anscheinend versäumt hat, das Skript genau auf verwendete Quellen hin zu prüfen“, ist auf www.gefuehlskonserve.de nachzulesen.
Ullstein-Geschäftsführerin Siv Bublitz erklärte unterdessen, ihr Haus versuche beim Verlag des anderen Romans eine nachträgliche Genehmigung zu erhalten.
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Tags: Helene Hegemann, Axolotl Roadkill, Plagiat
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3 Kommentare
Und auch wenn es "nur ein paar Sätze" sind ist es immer noch Diebstahl.
In Zeiten des Internets vergessen viele Menschen das Zusammenstückeln von fremden Quellen noch lange kein eigens Werk ergibt.
Recherche und Copy+Paste sind zwei grundverschiedene Dinge.






